DER TREK IM DETAIL
Wie sich die Humantay-Seen-Wanderung wirklich anfühlt
Abseits des Zeitplans erfahren Sie hier, was sich unter Ihren Füßen abspielt – der Aufstieg, die Fahrt, der Abstieg und wie sich der Weg tatsächlich verändert, während Sie an Höhe gewinnen.
Humantay-Lake-Touren auf GetYourGuide ansehen ↗Ein kurzer Pfad mit außergewöhnlichem Höhenunterschied
Gemessen auf der Landkarte ist die Wanderung von Soraypampa zum Humantay-See unspektakulär – rund fünf bis sechs Kilometer im Rundweg. Was die Distanz nicht zeigt, ist der Anstieg: vom Ausgangspunkt auf etwa 3.900 Metern hinauf zum See auf rund 4.200 Metern – mehrere hundert Höhenmeter auf relativ kurzer Strecke. Auf Meereshöhe wäre das ein zügiger Aufstieg von etwa einer Stunde. In dieser Höhe jedoch, wo jeder Atemzug spürbar weniger Sauerstoff enthält, wird aus derselben Steigung für die meisten Menschen – unabhängig von der allgemeinen Fitness – ein langsamer, bewusster Kraftakt. Es ist das Verhältnis von Anstieg zu verfügbarem Sauerstoff, das diese Tour prägt, nicht die nackten Kilometer.
Der Weg, grob Abschnitt für Abschnitt
| Segment | Ca. Entfernung | Wie es sich anfühlt |
|---|---|---|
| Startpunkt des Soraypampa-Wanderwegs | Start, ~3.900 m | Flaches Tal, ein einfacher Aufwärmabschnitt |
| Niedrigere Serpentinen | ~1–1,5 km | Stetiger, felsiger Anstieg; wo das Atmen spürbar schwerer wird |
| Oberer Zugang | ~0,5–1 km | Steilster Abschnitt, oft das langsamste Vorankommen |
| Seeufer | ~4.200 m | Öffnet sich plötzlich; der Pfad endet praktisch am Wasser |
Felsen, Serpentinen und ein Weg, der leicht zu begehen ist
Der Weg selbst ist ein ausgetretener Erd- und Felsenpfad, kein technischer Klettersteig – keine Seile, keine exponierten Stellen, nichts, was Klettererfahrung erfordert. In den steileren Abschnitten führt er in zahlreichen Kehren hinauf, was die Steigung abmildert, aber die Strecke verlängert. Der Untergrund ist meist fest und felsig, stellenweise mit lockerem Geröll übersät und nach Regen matschig. Da es sich um einen der meistbegangenen Wanderwege der Region Cusco handelt, ist er praktisch unverfehlbar, und auf fast der gesamten Route sind andere Trekker in Sichtweite. Die eigentliche Herausforderung ist hier fast ausschließlich kardiovaskulärer Natur – nicht navigatorisch oder technisch.
Die Fahrt nimmt genauso viel Zeit in Anspruch wie die Wanderung.
Man könnte meinen, der Tag dreht sich vor allem um den Aufstieg – doch die Anreise von Cusco nach Soraypampa, rund zweieinhalb bis drei Stunden pro Strecke über Mollepata, macht einen großen Teil der Gesamtzeit einer Tagestour aus. Das bedeutet allein fünf bis sechs Stunden Fahrzeit auf Bergstraßen, die weite Strecken steil ansteigen und sich in Serpentinen winden. Es lohnt sich, das mental einzuplanen: Die Wanderung selbst dauert vielleicht nur wenige Stunden, doch der volle Tag – von Tür zu Tür – ist deutlich länger, sobald man die Fahrt in beide Richtungen mit einrechnet.
Das Tempo bestimmt die Gruppe, und die Gruppe bestimmt die Höhe.
Da die dünne Luft hier jeden auf die eine oder andere Weise betrifft, sortieren sich Gruppen auf diesem Weg meist schnell nach Tempo – schnellere Wanderer ziehen voraus, langsamere fallen zurück, und die Guides behalten eher die Nachzügler im Blick, als ein einheitliches Tempo zu erzwingen. Kleinere Gruppen bieten in der Regel mehr Flexibilität, um bei Bedarf eine Pause einzulegen; bei größeren Gruppen kann es hektischer wirken, wenn der Zeitplan eng ist. Wie auch immer: Anhalten, um Luft zu holen, ist hier völlig normal und kein Zeichen dafür, dass man etwas falsch macht – auf diesem speziellen Trail machen die meisten Menschen, auch erfahrene Wanderer, auf dem Weg nach oben immer wieder Pausen.
Der Abstieg ist eine andere Art von Herausforderung.
Der Abstieg ist zwar schneller und für die Lunge leichter, bringt aber eigene Belastungen mit sich – derselbe lockere Fels und Geröll, die den Aufstieg verlangsamt haben, können den Abstieg für Knie und Knöchel beschwerlicher machen, besonders bei müden Beinen. Trekkingstöcke helfen hier erheblich, da sie bei den steileren Serpentinen einen Teil des Aufpralls von den Gelenken nehmen. Es ist normal, sich beim Hinuntergehen atmungstechnisch besser zu fühlen, während man gleichzeitig erschöpfter und unsicherer auf den Beinen ist – daher lohnt es sich, den Abstieg in bedächtigem Tempo anzugehen, statt ihn als den leichten, bereits erledigten Teil des Tages zu betrachten.
Sorgen Sie sich wegen der Höhenlage oder fragen sich, welche Tour die richtige ist?
Hinterlassen Sie Ihre E-Mail-Adresse und ungefähr Ihren Reisezeitraum – wir schicken Ihnen eine kurze Übersicht, wie anstrengend der Aufstieg wirklich ist, wie viele Tage Sie zur Akklimatisierung in Cusco einplanen sollten und wie sich der Tagesausflug und die Salkantay-Kombi-Option unterscheiden.